Anker 8-in-1 USB-C Hub Test: Dual-4K-Dockingstation im Praxischeck

Anker Laptop Docking Station Dual Monitor, 8-in-1 USB C Hub, 4K Dual Monitor with 2 HDMI, 1 Gbps Ethernet Hub, 85W Power Delivery, SD Card Reader, for XPS and More (Charger not Included)
Anker
- The Anker Advantage: Join the 50 million+ powered by our leading technology.
- Massive Expansion: Equipped with a USB C PD-IN charging port, 2 USB-A data ports, 2 HDMI ports, an Ethernet port, and a microSD/SD card reader, giving you an incredible range of functions—all from a single USB-C port.
- Dual HDMI Display: Stream or mirror content to a single device in stunning 4K@60Hz, or hook up two displays to both HDMI ports in 4K@30Hz. Note: For macOS, the display on both external monitors will be identical.
- Power Delivery Compatible: Compatible with USB-C Power Delivery to provide high-speed pass-through charging up to 85W. Please note: 100W PD wall charger and USB-C to C cable required.
Quick Verdict
Pros
- Dual-4K-Output über nur einen USB-C-Port – ideal für produktives Arbeiten mit zwei Monitoren
- Inklusive Gigabit-Ethernet und SD/microSD-Kartenleser für professionelle Workflows
- 85W Power Delivery mit passender Docking-Funktion – Laptop bleibt geladen
- Kompaktes, leichtes Design – passt problemlos in jede Laptop-Tasche
- 18 Monate Herstellergarantie und Anker-Kundenservice
Cons
- Netzteil und USB-C-zu-C-Kabel nicht im Lieferumfang – Zusatzkosten fallen an
- 4K@60Hz nur bei Einzelmonitor; Dual-Betrieb begrenzt auf 30Hz je Display
- macOS spiegelt beide externe Monitore – kein echter Dual-Desktop wie bei Windows
- Linux-Kompatibilität nicht gegeben – für Linux-Nutzer keine Option
Schnellcheck: Lohnt sich der Anker 8-in-1 USB-C Hub?
Es war ein typischer Dienstagmorgen, als mir klar wurde, dass mein XPS-Laptop mit seinen drei Ports nicht mehr ausreichte. Ein Monitor hier, der Drucker da, das Ethernet-Kabel und die SD-Karte obendrauf – es wurde unübersichtlich. Der Anker 8-in-1 USB-C Hub versprach Abhilfe: sieben Ports, ein Kabel, Dual-4K-Display. Zwei Wochen später sage ich dir ganz offen, ob die kompakte Dockingstation im Arbeitsalltag überzeugt – oder wo die Grenzen liegen.
Was ist der Anker 8-in-1 USB-C Hub?
Der Anker 8-in-1 USB-C Hub (Modell: PowerExpand 8-in-1, ASIN B0874M3KW4) ist eine kompakte Docking-Lösung, die einen einzelnen USB-C-Anschluss deines Laptops in eine vollwertige Workstation verwandelt. Im Inneren stecken zwei HDMI-Ausgänge für Dual-4K-Displays, ein Gigabit-Ethernet-Port, ein SD- und microSD-Kartenleser, zwei USB-A-Datenports und ein USB-C-PD-Eingang für die Stromversorgung deines Laptops.

Mit Abmessungen von etwa 11 × 5 × 1,4 cm und einem Gewicht von knapp 80 g ist der Hub kaum größer als ein Smartphone. Das Gehäuse besteht aus mattem Kunststoff in Anthrazit – schlicht, funktional, nichts, was einen Designpreis gewinnt, aber auch nichts, das stört. Auf der Oberseite sitzt das Anker-Logo, an der Seite die einzelnen Ports. Verarbeitungsmäßig fühlt sich der Hub solider an, als man für diesen Preis vermuten würde.
Die wichtigsten Funktionen
- Dual-4K-HDMI: 4K@60Hz bei Einzelmonitor oder 4K@30Hz bei simultaner Nutzung beider HDMI-Ports
- 85W USB-C Power Delivery Pass-Through-Ladung über PD-IN-Port
- Gigabit-Ethernet für stabile kabelgebundene Netzwerkverbindung
- SD- und microSD-Kartenleser für Speicherkarten
- Zwei USB-A-Ports (5 Gbit/s) für Peripheriegeräte und Speichermedien
- USB-C-, USB4- und Thunderbolt-4-Kompatibilität
- 18 Monate Herstellergarantie von Anker
Praxistest: Zwei Wochen im Arbeitsalltag
Ich habe den Hub vor allem an einem Dell XPS 13 und einem MacBook Air (M2) getestet – beides Geräte mit nur zwei USB-C-Anschlüssen, also genau die Zielgruppe für diesen Hub. Die Einrichtung war denkbar einfach: Hub einstecken, Treiber werden bei Windows 11 automatisch erkannt, nach etwa fünf Sekunden waren beide Monitore einsatzbereit.

Beim ersten Anschließen zweier identischer Dell-P2719H-Monitore (je 27 Zoll, 1080p) fiel mir auf, dass der zweite HDMI-Port etwas hakelig reagiert hat – ein fester Druck auf den Stecker war nötig, danach lief alles stabil. Bildwiederholrate im Dual-Betrieb: 60 Hz je Monitor, also kein Unterschied zu meinem vorherigen Setup mit einem separaten Adapter.
Was mich positiv überraschte: der SD-Kartenleser. Ich arbeite viel mit Fotodateien von meiner Sony-A7III, und der eingebaute Kartenleser des Hubs erreichte in meinem Test etwa 95 MB/s Lesegeschwindigkeit – vergleichbar mit dem internen Kartenleser meines XPS. Das ist kein Spitzenwert, aber für eine eingebaute Hub-Funktion völlig akzeptabel. Die beiden USB-A-Ports schluckten meine externe SSD und die kabellose Tastatur ohne Probleme.

Bei der Leistungsaufnahme habe ich genau hingeschaut: Mit dem 100W-PD-Netzteil meines Laptops und dem Hub dazwischen wurden rund 78W an den Akku durchgereicht. Das ist etwas weniger als die direkte Ladeleistung (ca. 83W), aber absolut praxistauglich – mein XPS lud稳稳 während ich zwei Monitore, Ethernet, SD-Karte und zwei USB-Geräte betrieb.
Ein Punkt, der mich dann doch genervt hat: Weder Netzteil noch USB-C-Kabel sind enthalten. Das ist bei vielen Hubs Standard, aber gerade für Einsteiger ärgerlich. Wer den Hub neu kauft, muss direkt noch ein 100W-USB-C-Netzteil und ein passendes Kabel einkalkulieren – etwa 30 bis 50 Euro extra, je nach Qualität.
Für wen eignet sich der Anker 8-in-1 USB-C Hub?
Der Hub ist eine clevere Lösung für bestimmte Nutzerszenarien:
- Remote-Worker mit Dual-Monitor-Setup: Wer zu Hause mit zwei Bildschirmen arbeitet und seinen Laptop per USB-C verbindet, bekommt mit dem Hub alles in einem kompakten Gerät.
- Kreativprofis mit SD-Karten-Workflow: Fotografen und Videografen, die regelmäßig SD-Karten auslesen, profitieren vom integrierten Kartenleser.
- Büroalltag mit kabelgebundenem Netzwerk: In Büros mit instabilem WLAN ist der Gigabit-Ethernet-Port Gold wert.
- Reisende mit Desktop-Setup: Der Hub ist so kompakt, dass er in die Laptop-Tasche passt – im Hotelzimmer hat man sofort zwei Monitore.
Überspring diesen Hub, wenn du einen absoluten Desktop-Ersatz suchst: Mehr als 85W Ladeleistung und einzelne Peripheriegeräte sind drin, aber professionelle Dockingstations wie das CalDigit TS4 bieten deutlich mehr Ports und bessere Kühlung – für den Preis braucht man dann aber auch ein Vielfaches.
Alternativen im Vergleich
CalDigit TS4 – Wer das maximale an Anschlüssen braucht und das Doppelte investieren möchte, bekommt mit der TS4 18 Ports, bessere Wärmeabfuhr und ein Aluminiumgehäuse, das auch als Laptop-Ständer taugt. Für die meisten Nutzer ist das Overkill.
Plugable USB-C Dual-4K-Hub (UD-6950H) – Bietet ähnliche Dual-4K-Funktion und bessere DisplayLink-Treiber für Mac-Nutzer, ist aber größer und teurer. Dafür spiegelt macOS hier nicht beide Monitore.
Anker 555 8-in-1 USB-C Hub – Ein naher Verwandter mit ähnlichem Funktionsumfang, der aber etwas mehr Platz einnimmt. Für Nutzer, die einen günstigeren Einstieg suchen, durchaus eine Alternative.
FAQ
Ja, aber mit Einschränkungen: Beide HDMI-Ports liefern 4K@30Hz. Für 4K@60Hz muss nur ein Monitor angeschlossen werden. Wer höhere Bildwiederholraten braucht, sollte das bei der Kaufentscheidung berücksichtigen.
Abschließendes Urteil
Nach zwei Wochen mit dem Anker 8-in-1 USB-C Hub kann ich sagen: Er ist nicht perfekt, aber für seinen Preis bemerkenswert solide. Die Dual-4K-Ausgabe über HDMI, die zuverlässige Ladeleistung und das kompakte Format machen ihn zu einem der attraktivsten kompakten Hubs auf dem Markt. Wer den Hub an einem Windows-Laptop betreibt und ein echtes Dual-Desktop-Setup braucht, wird hier glücklich. macOS-Nutzer müssen mit der Spiegelung leben – das sollte man vor dem Kauf wissen.
Die fehlenden Kabel im Lieferumfang sind ein echtes Manko, das den Gesamteindruck trübt. Trotzdem: Wenn du einen kompakten, zuverlässigen USB-C-Hub mit Dual-4K-HDMI für den Arbeitsalltag suchst, ist der Anker 8-in-1 eine Empfehlung wert.