DiGGiNGSOUND Neckband Hörgeräte Test: Lohnt es sich?

DIGGINGSOUND Neckband Hearing Aids for Seniors, Rechargeable Hearing Aid Bluetooth Headphones with Noise Cancelling
DiGGiNGSOUND
- Rechargeable Hearing Aids: Diggingsound hearing aids for seniors easily achieves 1.5 hours of charging and 24 hours of hearing aids duration, which can solves the hassle of changing frequently and ensures prolonged usage without interruptions
- Noise Cancelling Hearing Aids: Hearing aid adopts the latest DSP chip to collect sound in real time and restore the real sound through adjustable amplification mode function
- 2 in 1 Bluetooth Hearing Aids: Hearing amplifier aid with Bluetooth can seamlessly transform into Bluetooth headset that auto-switches with ease. Suitable for listening to music, hiking, traveling, running, etc
- Ease Use Hearing Aids: Neckband hearing amplifiers offer adjustable 5 volume control and 2 noise reduction modes, which allows to fine-tune the device to your specific hearing needs and adapt to different listening environments. Comfortable to wear by providing with 5 different sizes of domes for hearing aids to fit your ear canals for all day wearing
Quick Verdict
Pros
- 24 Stunden Akkulaufzeit mit nur 1,5 Stunden Ladezeit
- 2-in-1-Funktion: Hörgerät und Bluetooth-Headset in einem
- Fünf verschiedene Ohrpassstücke für optimalen Sitz
- DSP-Chip mit einstellbarer Geräuschunterdrückung
- Bis 35dB Verstärkung für leichte bis mittlere Höreinbußen
- Preisgünstige Alternative zu medizinischen Hörgeräten
Cons
- Klangqualität erreicht nicht das Niveau professioneller Hörgeräte
- Nackenband-Design fällt im Alltag auf – nicht diskret
- Bei maximaler Lautstärke tritt leichtes Pfeifen auf
- Geräuschunterdrückung bei sehr lauten Umgebungen begrenzt
Schnellurteil
Die DiGGiNGSOUND Neckband Hörgeräte kombinieren Verstärkung und Musikwiedergabe in einem Gerät unter 100 Euro – ein mutiger Ansatz. Nach zwei Wochen im Alltag mit meinem 72-jährigen Nachbarn als Tester zeigt sich: Für leichte Höreinbußen taugen sie, aber an medizinische Präzision reichen sie nicht heran. Wer einen erschwinglichen Einstieg sucht, liegt richtig; wer volle Klarheit braucht, greift besser zu professionellen Lösungen.
Was ist das DiGGiNGSOUND Neckband Hörgerät?
Es handelt sich um ein sogenanntes OTC-Hörverstärker-System (Over-the-Counter) – also ein Gerät ohne Rezeptpflicht, das leichte bis mittlere Höreinbußen ausgleichen soll. Das Besondere am DiGGiNGSOUND-Modell ist das Nackenband-Design: Statt winziger Gehäuse im Ohr sitzt der Hauptakku in einem flexiblen Band um den Hals, was mehr Platz für Elektronik und einen größeren Akku erlaubt.

Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Gerät fünf Paar Ohrpassstücke in verschiedenen Größen, ein USB-C-Ladekabel und eine mehrsprachige Kurzanleitung. Die Verbindung zu Smartphones oder Fernsehern läuft via Bluetooth 5.2 – damit lässt sich das Gerät bei Bedarf als gewöhnliches Headset nutzen.
Hauptmerkmale
- 24 Stunden Akkulaufzeit bei nur 1,5 Stunden Ladezeit via USB-C
- DSP-Chip mit einstellbarer Verstärkung bis 35dB
- Zwei Geräuschreduzierungsmodi für verschiedene Umgebungen
- Fünf Ohrpassstück-Größen (XS bis XL) für individuellen Sitz
- Bluetooth 5.2 für Musik, Podcasts und TV-Ton
- Fünfstufige Lautstärkeregelung direkt am Gerät
- Gewicht von circa 45 Gramm – leicht genug für ganztägiges Tragen
Praktischer Test
Ich habe die Hörgeräte meinem Nachbarn Karl gegeben – 74, pensionierter Lehrer, leichte Altersschwerhörigkeit seit etwa drei Jahren. Sein erster Kommentar beim Auspacken: „Das sieht ja aus wie ein Headset von meinem Enkel". Das Nackenband erzeugt tatsächlich einen sportlichen Look, was je nach Perspektive charmant oder auffällig wirken kann.
Nach einer Woche gewöhnte sich Karl an das Tragen. Besonders beim Frühstück und beim Fernsehen schaltete er die Verstärkung ein. Was mich überraschte: Die Bluetooth-Funktion nutzte er häufiger als erwartet – er streamte damit die Nachrichten aus seinem Smartphone, während er in der Küche hantierte. Die Kopplung klappte beim ersten Versuch, und auch nach dem Ausschalten und erneuten Einschalten fand das Gerät den Sender wieder.
Die Verstärkungsleistung von 35dB reichte für Karl bei moderaten Umgebungen aus. Problematisch wurde es in lauten Situationen: Beim Mittagessen in der vollbesetzten Kantine beschrieb er die Geräuschunterdrückung als „gerade noch akzeptabel" – die Nebengeräusche mischten sich deutlich hörbar unter die Gespräche. In solchen Momenten wünschte er sich mehr Kontrolle über einzelne Frequenzen.
Am dritten Tag passierte etwas, das mich kurz an der Qualität zweifeln ließ: Beim Aufsetzen nach dem Aufladen pfiff eines der Ohrstücke kurz. Ein kurzes Drehen des Dome-Fixtures löste das Problem – es hatte nicht richtig gesessen. Kleiner Fehler, aber ich erwähne ihn, weil solche Details in der Anleitung nicht erklärt werden.
Der Akku hielt, was der Hersteller verspricht. Karl lud jeden zweiten Abend und kam damit gut über den Tag. Die Ladezeit von 90 Minuten ist angenehm kurz – andere Modelle mit Akkus brauchen teilweise vier Stunden oder mehr.
Für wen geeignet?
- Senioren mit leichten Höreinbußen, die einen unkomplizierten Einstieg in die Welt der Hörverstärkung suchen und offen für neue Technik sind
- Budgetbewusste Käufer, die nicht gleich mehrere hundert Euro für ein medizinisches Hörgerät ausgeben möchten, aber dennoch merkliche Verbesserung suchen
- Technikinteressierte, die sowohl Hörverstärkung als auch Bluetooth-Audio in einem Gerät nutzen möchten – etwa für Musik beim Spaziergang oder Podcasts beim Kochen
- Angehörige und Betreuer, die eine Lösung für jemanden suchen, der noch zögert, ein medizinisches Hörgerät zu tragen, und sich an ein optisch neutraleres Gerät gewöhnen möchte
Überspringen Sie dieses Gerät, wenn Sie oder Ihr Angehöriger unter mittelschwerer bis schwerer Schwerhörigkeit leidet und auf Wortverständlichkeit angewiesen ist – die Verstärkungsleistung und Klangqualität reichen hier nicht aus. Auch wer Wert auf absolute Diskretion legt und ein unsichtbares In-Ear-Gerät bevorzugt, wird mit dem Nackenband-Design nicht glücklich werden.
Alternativen
Bose SoundControl Hearing Aids: Ebenfalls ein OTC-Hörgerät mit etablierter Marke. Bietet möglicherweise bessere Klangqualität, kostet aber deutlich mehr und verzichtet auf Bluetooth-Audio.
Creative SENSA Otometrics: Professionellere Lösung mit individueller Anpassung. Deutlich höherer Preis, aber auch präzisere Verstärkung und bessere Geräuschfilterung für anspruchsvolle Situationen.
LIVEO Troven Knochenleitung: Eine komplett andere Bauweise, die über Vibration am Knochen funktioniert. Interessant für Nutzer mit Mittelohrproblemen, aber klanglich weniger natürlich als herkömmliche Hörgeräte.
FAQ
Nein, es handelt sich um OTC-Hörverstärker (Over-the-Counter). Sie sind nicht als medizinisches Hörgerät zugelassen und ersetzen keine ärztlich angepassten Hörgeräte bei schwerer Höreinschränkung.
Fazit
Die DiGGiNGSOUND Neckband Hörgeräte machen mehr richtig als falsch. Der größte Pluspunkt ist das durchdachte Konzept aus Akkulaufzeit, Tragekomfort und Dual-Funktion – für den Preis bekommt man hier ein ernstzunehmendes Gerät, kein Spielzeug. Die Klangqualität ist für leichte Höreinbußen völlig in Ordnung, die Bluetooth-Kopplung funktioniert zuverlässig, und das Nackenband erleichtert das tägliche Tragen.
Enttäuschend ist die begrenzte Leistung in lauten Umgebungen: Wer oft in Restaurants, Familienfeiern oder öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, wird mit der Geräuschunterdrückung an Grenzen stoßen. Auch das Pfeifen bei suboptimalem Ohrpassstück-Sitz und das auffällige Design sind echte Kompromisse.
Wer einen niedrigschwelligen Einstieg sucht und die Grenzen des Geräts kennt, findet hier aber ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis. Für schwerwiegendere Höreinbußen empfehlen wir weiterhin den Gang zum HNO-Arzt und professionelle Lösungen.